Spritverbrauch – Wird bei den Herstellerangaben generell geschummelt?

„Dieselgate“ und die Frage nach den anderen Herstellern

Die aktuellen Ereignisse um die Manipulation von Verbrauchswerten bei Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns werfen die Frage auf, ob seitens der Automobilhersteller generell bei den Angaben zum Spritverbrauch geschummelt wird. Autohersteller werben oft mit sehr niedrigem Spritverbrauch für ihre KFZ. Bei dem Neuen Einser gibt BMW einen Benzinverbrauch von 3,4 l pro 100 Kilometer an.

Doch fährt man diesen dann selbst, merkt man recht schnell, dass dieser Wert höchst unwahrscheinlich ist und die Autos deutlich mehr Sprit benötigen.

Schummeln die Autobauer bei ihren Verbrauchsangaben?
Wie kommen sie zu einem unrealistischen Verbrauch?

Die Autohersteller müssen die Verbrauchsangaben nach strengen Richtlinien berechnen. Die Neuwagen werden auf einem Prüfstand mit einem festgelegten Fahrzyklus getestet. Dieser heißt NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) und wurde 1992 entwickelt um den Normverbrauch zu berechnen. Ein Spritmonitor bestimmt dann die Diesel-/ Benzinmenge, welche verbraucht wurde.
Durch ständige Änderungen des Fahrverhaltens der Autofahrer hat dieser allerdings deutlich an Bezug zur Realität verloren.

Beispiele hierfür sind:

  • Die Spitzengeschwindigkeit von 120km/h wird im NEFZ nicht überschritten
  • Es werden spritsparende Leichtlaufräder verwendet um den Rollwiderstand zu minimieren
  • Es gibt kaum stadtverkehrtypische Stops
  • Auf dem Prüfstand gibt es keinen Luftwiederstand

Insgesamt weicht der Normverbrauch durchschnittlich 38% vom tatsächlichen Verbrauch laut der Deutschen Umwelthilfe ab.

Der veraltete NEFZ-Test soll 2017 von dem neuen überarbeiteten WLTP-Test (Worlwide Harmonized Light Duty Test Procedure) ersetzt werden.

Dieser ist deutlich länger, spiegelt die Realität deutlich besser wider und soll auch regelmäßig neu angepasst werden.

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Vor allem Vielfahrer werden sich freuen bei den steigenden Benzinpreisen,endlich mit realistischen Herstellerangaben rechnen zu können. Trotzdem wird es wieder deutliche Unterschiede geben, da der Spritverbrauch sehr von dem Fahrveralten der Autofahrer abhängt.
Folgende Maßnahmen minimieren den Verbrauch von KFZ:

  • den Motor langsam warmlaufen lassen
  • Spritsparreifen verwenden
  • Berufsverkehr vermeiden
  • unnötiges Bremsen vermeiden
  • elektrische Geräte wie z.B. Klimaanlage ausschalten

Außerdem sollte ständig der Spritmonitor beobachtet und bei plötzlich höherem Spritverbrauch bei einer Werkstatt kontrolliert werden.
Ist kein Spritmonitor vorhanden, kann man die verbrauchte Spritmenge auch händisch berechnen.

Dazu sollte man immer Volltanken und den Kilometerzähler zurücksetzen.

Beim nächsten mal Tanken muss man nur noch die getankten Liter Benzin/ Diesel durch die gefahrenen Kilometer teilen und mit 100 multiplizieren. Alternativ können die Werte auch in einen Rechner im Internet eingegeben werden.