Natürlich kann ein Autofahrer sein Auto regelmäßig in die Inspektion bei einer Werkstatt geben, die mit dem Autohersteller kooperiert. Nicht jede Wartung allerdings muss zwangsläufig für teures Geld von einem Fachmann für Opel, Dacia, BMW oder Mazda erledigt werden.

Ebenso gut können Ölstand, Scheibenwischer und Autobatterie von einem Laien überprüft und eventuell notwendige Wartungsarbeiten selbst erledigt werden.

Der Ratgeber der Unfallhelden zeigt, was man selbst erledigen kann und wie dies funktioniert.

Die „kleine Inspektion“ Zuhause

Jedes Jahr sollte an und für sich eine kleine Inspektion am Fahrzeug durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass der Wagen auch verkehrssicher ist und keine größeren Schäden drohen, die für teures Geld tatsächlich nur noch von einer Werkstatt erledigt werden können.

Das passende Werkzeug und Zubehör dafür ist entweder im gut sortierten Haushalt bereits vorhanden, oder kann für wenig Geld erworben werden.

hotline unfallhelden

„Unfallhelden bietet ein Komplettpaket zum Thema Unfall und KFZ, verbunden mit dem Service einer vollständigen Unfallabwicklung, wie es im deutschen Raum kein zweites Angebot gibt.“ CHIP

Quietschen an den Türen

Trotz sorgfältiger Autopflege kann es passieren, dass sich irgendwann störende Geräusche an den Türen bemerkbar machen.

Ursachen kann es dafür viele geben: Die Türscharniere, die Türbremse, das Fangband oder Dichtungen, alle diese Teile können störende Geräusche verursachen. Wie so oft gibt es dazu ein einfaches Hausmittel, das bei einer kleine Inspektion gegen störendes Quietschen helfen kann. Es ist nicht unbedingt notwendig, eine Werkstatt aufzusuchen, die vom Autohersteller empfohlen wird.

Die Lösung für die meisten derartigen Probleme lautet: Schmierfett. Die Teile, die die Ursache darstellen können, sind alle frei zugänglich, so dass die Arbeiten jeder Hobbyschrauber bequem selbst erledigen kann. Zunächst hilft es, durch gezieltes Bewegen der Tür das Geräusch zu lokalisieren.

Meist dürften es die Türscharniere sein, denen es an etwas Schmierung fehlt. Aber auch das Fangband, die Bremse und die meisten Gummidichtungen sind für etwas Schmierfett dankbar. Sollten Teile bereits festgefressen sein, hilft etwas Kriechöl, das sich bei jedem Fachhändler für Autopflege-Mittel problemlos beschaffen lässt. Meist erhält man es auch an Tankstellen.

Die Ausnahme bilden sog. beflockte Gummidichtungen, zum Beispiel zwischen Tür und Fenster. Derartige Dichtungen sollten nicht mit Schmierfett behandelt werden, etwas Silikonspray allerdings hilft.

Nicht verwenden sollte man hingegen die bekannten Kontaktsprays, da solche den Dichtungen mehr schaden, als nützen.

Warndreieck und Verbandskasten kontrollieren

Warndreieck und Verbandskasten gehören zwar nicht zu den Bestandteilen, die dem Autofahrer bei der täglichen Benutzung „über den Radarschirm huschen“, sie sollten dennoch in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Das Dreieck lässt sich am besten dadurch überprüfen, dass man es einmal komplett aufbaut.

Diese Übung hilft auch, wenn man es im Ernstfall einmal brauchen sollte. Der Verbandskasten sollte auf Vollständigkeit überprüft und das Verfallsdatum kontrolliert werden.

Wichtig: Seit 1. Januar 2015 gelten geänderte Bestimmungen für Verbandskästen, so dass vor diesem Datum hergestellte Kästen ausgetauscht werden müssen.

Innenraumfilter: Die Luft im Fahrzeug deutlich verbessern

Nicht nur der Luftfilter für den Motor, sondern auch der sog. Pollenfilter für den Innenraum benötigt dann und wann eine kleine Inspektion bzw. einen Austausch. Meist befindet sich der Innenraumfilter im Fußraum auf der Beifahrerseite und ist leicht auszubauen bzw. zu wechseln. Der Autohersteller hält ein entsprechendes Ersatzteil bereit, das sich für wenig Geld erwerben lässt, sofern man das passende Teil nicht im gut sortierten Fachhandel erwerben kann.

Der Zeitpunkt für einen optimalen Austausch liegt übrigens in der Hochsaison für Pollenflug, also im Frühjahr. Wer besonderen Wert auf saubere Luft im Auto legt, kann auch im Herbst, wenn keine Pollen mehr in der Luft sind, den Filter warten.

Luftfilter für den Motor

Der Luftfilter für den Motor gehört zu den Teilen, die deutlich stärker beansprucht werden, als man vielleicht denkt. Bemerkbar macht sich dieser, wenn der Motor sukzessive an Leistung verliert, weil er weniger Luft für den Zündvorgang bekommt. Häufig lokalisieren Autofahrer das Problem dafür irrig bei den Zündkerzen und tauschen diese aus.

Selbst fabrikneue Zündkerzen können allerdings ihren Dienst nicht ordnungsgemäß verrichten, wenn der Motor zu wenig Luft bekommt. Der Filter findet sich im Motorraum umgeben von einer größeren Verschalung aus Kunststoff. Als Werkzeug, um ihn auszubauen, ist bei den meisten Fahrzeugen nicht mehr nötig, als ein Schraubenzieher. In vielen Fällen hilft es bereits, den Filter einfach auszuklopfen. Ist der Filter stark verschmutzt oder sogar verschimmelt, ist er zwingend auszutauschen.