Das Schadenmanagement der Versicherungen

Die Zeiten, in denen die Versicherung nach einem Unfall in der Schadensabwicklung dem Geschädigten eine kostengünstige Werkstatt zur Instandsetzung aufdrängt, damit sie weniger für die Reparaturkosten erstatten muss, sind schon lange vorbei.

Die Schadensabrechnung läuft immer mehr auf andere Weise ab, wobei ein Unfallgeschädigter teilweise deutlich besser wegkommt.

Dabei fällt immer öfter der Begriff „fiktive Abrechnung nach Gutachten“.

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Fragen zur fiktiven Abrechnung

Doch was ist diese besondere Art der Schadensabrechnung?

Wie kann der Geschädigte durch diese Art von Abrechnung Geld sparen?
Welche Bedingungen müssen nach dem Verkehrsrecht erfüllt sein, damit der Geschädigte fiktiv abrechnen darf?

Was darf alles fiktiv abgerechnet werden, sind UPE-Aufschläge und Verbringungskosten auch dabei?
Alle diese Fragen, werden im Folgenden geklärt.

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Was ist eine fiktive Schadensabrechnung auf Gutachtenbasis und gibt es bestimmte Bedingungen, wann man fiktiv abrechnen darf?

Manchmal will man das Auto nach einem Unfall gar nicht reparieren, wie es eigentlich von der Versicherung verlangt wird, bzw. erwartet wird.

Oder man möchte sein Auto bei seiner Wunschwerkstatt, die günstig und gut ist, reparieren lassen. In diesen Fällen kommt die fiktive Reparaturkostenabrechnung ins Spiel.

So kann der Unfallgeschädigte nach einem Unfall die vom Gutachter geschätzten Reparaturkosten für den Unfallschaden bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes ansetzen, d.h. „sich ausbezahlen lassen“.

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Fiktive Abrechnung nach Gutachten

  1. Schadensermittlung durch unabhängigen Gutachter

    Die Schadensermittlung sollte kein Gutachter der Versicherung, sondern ein unabhängiger Gutachter im Interesse des Unfallopfers durchführen. Unabhängige Gutachter gibt es deutschlandweit über die UNFALLHELDEN. Einfach dort den Unfall melden.

  2. Weitere Ansprüche prüfen

    Weitere Ansprüche für die fiktive Abrechnung nach Gutachten sollten durch einen Rechtsanwalt geprüft werden. Das organisieren die UNFALLHELDEN deutschlandweit kostenlos.

  3. Unfallschaden bei der Versicherung einreichen

    Für die fiktive Abrechnung nach Gutachten sollten die Ansprüche durch einen fachkundigen Rechtsanwalt bei der Versicherung eingereicht werden. Das gibt Sicherheit und spart Zeit. Die UNFALLHELDEN sind dabei deutschlandweit behilflich.

  4. Fiktive Schadenssumme ausbezahlt bekommen

    Wenn die fiktive Abrechnung nach Gutachten abgeschlossen ist, erhält man das Geld ausbezahlt. Ganz einfach und risikolos geht das mit den UNFALLHELDEN.

Der Wiederbeschaffungswert ist der Wert, den das Auto vor dem Autounfall hatte. Diesen ermittelt der Gutachter auf Gutachtenbasis und schreibt ihn in das Schadensgutachten.

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Der Geschädigte kann dann entscheiden, welche Reparaturmöglichkeit er für den Unfallschaden wählt. So hat ein Unfallgeschädigter die Wahl zwischen folgenden Möglichkeiten:

  • Keine Reparatur, d.h. dass der Geschädigte das Auto ohne Reparatur weiternutzt, oder
  • Eigenreparatur, oder
  • Teilreparatur, oder
  • günstigere, als im Gutachten berechnete Reparatur.

Dabei erhält der Geschädigte nur den Nettobetrag der Reparaturkosten, also ohne Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer auf die Reparaturkosten fällt ja erst bei der Durchführung der Reparatur an.

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Verweis auf Referenzwerkstatt

Der Geschädigte muss nach dem Verkehrsrecht nicht eine von der gegnerischen Versicherung genannte günstigere Referenzwerkstatt aufsuchen und deren Stundenverrechnungssätze akzeptieren, wenn:

  • die Referenzwerkstatt nur deshalb günstiger ist, weil vertraglich vereinbarte Sonderkonditionen mit den Versicherern vorliegen (meist für den Geschädigten schwer nachweisbar)
  • das Unfallauto nicht älter als drei Jahre ist
  • das Unfallauto zwar älter als drei Jahre ist, aber in der Vergangenheit immer in einer markengebundenen Fachwerkstatt gewartet wurde oder im Falle eines vorherigen Schaden in einer markengebundenen Fachwerkstatt repariert wurde.

In allen anderen Fällen dagegen darf die Versicherung das Unfallauto auf eine kostengünstigere und zugängliche Fachwerkstatt (max. 20km von dem Geschädigten entfernt) verweisen.

Wichtig ist, dass der Unfallgeschädigte sich auf keinen Fall auf die günstigeren Stundenverrechnungssätze einer von dem Schädiger genannten Reparaturwerkstatt einlassen muss, wenn er selbst nicht in den Genuss solcher vergünstigten Stundenverrechnungssätze hätte kommen können.

Dabei ist es unerheblich, ob die Reparatur in der Verweiswerkstatt gleichwertig zu einer Reparatur in einer markengebundenen Werkstatt ist.

Laut der Rechtsprechung des BGH hat der Geschädigte ein Anrecht auf die Stundenverrechnungssätze einer Markenwerkstatt.

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