Autounfall: Schadensbericht!

Welche Informationen muss ein Unfallbericht enthalten und wer kümmert sich um die Unfallabwicklung?

Es hat gekracht, der Unfallgegner hat das eigene Auto beschädigt, die Unfallstelle ist gesichert, die Polizei war da und hat den Unfallhergang aufgenommen. Was nun?

Wer muss einen Unfallbericht verfassen und was muss der Autoversicherung darin mitgeteilt werden?

Zunächst ist zu unterscheiden, welcher der beiden Beteiligten am Unfall man selbst ist: Der Geschädigte oder der Schädiger.

Als Geschädigter sollte man einen Schadensbericht bzw. Unfallbericht besser nicht selbst der gegnerischen Versicherung mitteilen. Dasselbe gilt für ein Unfallprotokoll oder irgendein Musterschreiben, womit man seinen Schaden ersetzt haben will.

Für einen solchen Unfallbericht sollte der Geschädigte in jedem Fall professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, damit sichergestellt werden kann, dass er nach dem Unfall nicht von der Autoversicherung übervorteilt wird.

Als Schädiger sieht die Situation anders aus:

Nach dem geltenden Versicherungsrecht muss der Schädiger seine eigene Autoversicherung über den Unfall informieren und Angaben zum Unfallhergang machen, damit der Versicherer die Regulierung des Schadens nach dem Autounfall veranlassen kann.

Für einen solchen Unfallbericht als Schädiger empfiehlt es sich, die eigene Autoversicherung anzurufen und dort die entsprechenden Angaben zu machen.

Dem Geschädigten steht wiederum nach dem geltenden Verkehrsrecht das Recht zu, die Unfallabwicklung durch einen professionellen Helfer erledigen zu lassen, meist wird dazu ein Gutachter und ein Rechtsanwalt notwendig sein.

Welche Angaben müssen in einem Unfallbericht gemacht werden?

Die wichtigste Angabe in einem Unfallbericht ist zunächst, wer die beiden Beteiligten am Unfall waren, damit der Versicherer die Meldung einem bestimmten Vorfall zuordnen kann.

Sodann muss der Unfallbericht Angaben zum Unfallhergang enthalten.

Der Schädiger sollte also gegenüber seiner eigenen Versicherung angeben, wie es aus seiner Sicht zu dem Unfall kam, wo sich die Unfallstelle befand, an welchem Tag und zu welcher Zeit der Unfall passiert ist und auch – sehr wichtig – ob die Polizei am Unfallort war und den Unfall aufgenommen hat.

Der Unfallbericht des Geschädigten wiederum muss auch Angaben zum Schaden beinhalten, den der PKW bei dem Verkehrsunfall erlitten hat, er muss also zugleich Schadensbericht sein.

Angaben zum Unfallschaden wird der Geschädigte allerdings selbst kaum machen können, weswegen er einen unabhängigen Gutachter benötigt, der nach entsprechender Begutachtung den Schaden am PKW in Zahl und Ziffer umsetzt, also einen Geldbetrag ermittelt, den der Geschädigte im Schadensbericht nennen und von der Versicherung ersetzt verlangen kann.