Der Blitzermarathon 2015

Zum ersten Mal gab es den Blitzmarathon in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2012. Ein Jahr später wurde er bundesweit eingeführt. In der Zeit des Blitzmarathons sind tausend Polizisten auf den Straßen. Durch die enorm vielen Blitzer ist es sehr wahrscheinlich, dass alle Autofahrer, die zu schnell fahren, sich über einen Bußgeldbescheid ärgern müssen. Der Blitzermarathon soll helfen, den Verkehr für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen.

Warum gibt es den Blitzermarathon?

Geschwindigkeitsverstöße sind nicht nur die meistbegangenen Verkehrsdelikte, sondern auch die Unfallursache Nr. 1 bei der Menschen ums Leben kommen. Jeder dritte Verkehrstote ist die Folge einer Geschwindigkeitsüberschreitung. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Temposünder davon abzuhalten, die Geschwindigkeit zu überschreiten, hat der Gesetzgeber hohe Strafen für Raser festgelegt. Hierbei sind die Strafen innerorts höher, als außerorts. (Besondere Vorsicht in der 30er-Zone!). Die höchste Strafe erwartet Sie, wenn Sie mit einer Geschwindigkeitsübertretung von über 70 km/h innerorts und außerorts geblitzt werden.

Hier sieht die Bußgeldtabelle ein Bußgeld in Höhe von 600 bis 680 Euro, 2 Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von drei Monaten für den Verkehrssünder vor. Bei einem Blitzermarathon sind über 4.000 fest installierte, also stationäre Blitzer, und über 14.000 mobile Blitzer über 24 Stunden im Einsatz. Die meisten Autofahrer werden von mobilen Blitzern erwischt. Nach dem ersten Marathon 2012 in NRW fand diese Art der Verkehrskontrolle viel Zuspruch und wurde auch in den anderen Bundesländern eingeführt.

Wie wird die Geschwindigkeit gemessen?

Die Polizei hat unterschiedliche Messgeräte zur Verfügung, mit denen sie die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs messen kann. Diese werden grundsätzlich in stationäre und mobile Geschwindigkeitsmessgeräte unterteilt.

Verkehrsradaranlagen: Die Geschwindigkeit des vorbeifahrenden Autos wird durch den Doppler-Effekt bemessen. Es wird die Differenz zwischen dem gesendeten Signal vom Radargerät – dem Blitz – zum reflektierten Signal gemessen. Fährt man nun schneller, als erlaubt, löst das Radargerät eine Fotoaufnahme aus.

Lichtschrankenmessgeräte: Dieses Gerät funktioniert mit 3 Lichtschranken, die hintereinander von einem durchfahrenden Fahrzeug unterbrochen werden. Beim Unterbrechen wird eine Zeitmessung vorgenommen, sodass man am Ende drei Werte hat. Anhand der Durchfahrzeit lässt sich die Geschwindigkeit bestimmen.

Videonachfahrsysteme: Dieses System macht eine Videoaufnahme von einem verdächtigen Fahrzeug, hinter dem der Fahrer des Polizeiautos mit etwas Abstand fährt. Diese Art der Überwachung ist eher selten und zieht viele Messfehler nach sich.

Induktionsmessung und Piezomessung: Die Induktionsmessung funktioniert nach dem Prinzip der Weg-Zeit-Berechnung, ebenso, wie die Piezomessung. In der Fahrbahn sind mehrere parallel zu einander laufende Induktionsschleifen (in der Regel zwei oder drei) verlegt, die als Spule wirken. Anhand des Zeitabstandes wird dann mittels einer Weg-Zeit-Berechnung die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ermittelt.

Laser: Der Laser-Radar sendet ungefähr 40 bis 75 Lichtimpulse aus. Da man diese Lichtimpulse nicht sieht, merkt der Fahrer oft gar nicht dass er von einem Radar erwischt wurde. Das Messobjekt ist meist das Kennzeichen, weil es am besten reflektiert. Anschließend ermittelt die Auswertungselektronik die Geschwindigkeit, indem es den gesendeten Impuls mit dem empfangenen vergleicht. Fährt man zu schnell, aber noch unter 100 km/h, wird hier eine Toleranz von 3 km/h gewährt.

Section Control: Section Control bedeutet Abschnittskontrolle. Auf einer längeren Strecke sind Blitzer im Abstand zwischen 2-5km aufgestellt. Diese ermitteln, zu welcher Zeit das Fahrzeug die Blitzer erreicht, also die Durchschnittsgeschwindigkeit. Bei Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit wird an den Verkehrssünder ein Bußgeldbescheid laut Bußgeldkatalog geschickt. Mit der Section Control wird in Deutschland noch nicht kontrolliert.

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Messstellen und Kontrollpunkte der Blitzer

Die Polizei entscheidet nicht willkürlich über die verschiedenen Standorte der Blitzer. Tatsächlich wird die Bevölkerung gefragt. Diese soll besondere Gefahrenstellen nennen. Ralf Jäger, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, sagte, dass man sich um jeden von diesen Punkten kümmern werde. Beim Marathon 2014 wurden Kinder nach besonderen Stellen für Blitzer befragt.

Insgesamt wurden 250 Standorte ins Visier genommen, die Kinder und Schüler für besonders gefährlich hielten. Sowohl die Standorte, als auch der Tag, an dem der Blitzermarathon stattfindet, werden vorher bekanntgegeben. Dennoch fahren bei den Tempokontrollen eine hohe Zahl an Autofahrern in die Blitzerfalle.

Blitzerwarner – erlaubt oder verboten?

Blitzer-App: Besonders beliebt ist diese App, die als eine Art Radarwarner dienen soll. Bamberg hat inzwischen eine App für den gesamten Landkreis, die vor den Blitzern warnen soll. Allerdings wird man hier nur vor den stationären Blitzern gewarnt.

Radar- und Laserwarner: Der Radarwarner erkennt die Strahlung des Radargeräts und warnt den Fahrer. Bei einem Laserwarner werden die Lichtstrahlen gestört, was eine Messung verhindert.

Navigationsgeräte: In manches Nagivationsgeräten ist ein Radarwarner installiert.
Das Verkehrsrecht verbietet diese Warner nicht. ABER: Sie dürfen diese während der Fahrt nicht verwenden. Werden Sie mit einem solchen Warner von der Polizei erwischt, müssen Sie mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro laut Bußgeldrechner und mit einem Punkt in Flensburg rechnen.

Vor- und Nachteile des Blitzmarathons

Der Blitzermarathon wurde in allen Bundesländern durchgesetzt. Trotzdem spalten sich die Meinungen. Auch die Ergebnisse bzw. die Erfolge werden unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert. Für den Blitzmarathon spricht, dass die Geschwindigkeitsüberschreitung in fast allen Bundesländern nachgelassen hat.

Außerdem erhalten die Fahrer einen Vergleich gegenüber ihrer normalen bzw. routinierten Fahrweise durch den erhöhten Druck, die Geschwindigkeit in Anbetracht der vielen Blitzer auch einzuhalten. Eine weitere Tatsache ist, dass Autofahrer, die sich einmal über einen Bußgeldbescheid ärgern, in Zukunft auf eine bessere Einhaltung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit aufpassen werden.
Das häufigste Gegenargument ist, dass der Blitzermarathon nicht effektiv sei.

Der Effekt hielte nicht lange an und ist der Blitzermarathon zu Ende, nähmen die Autofahrer wieder ihren alten Fahrstil an. Beamte melden immer wieder, dass beispielsweise in Berlin die Blitzer nicht da aufgestellt wurden, wo die Gefahrenpunkte seien, sondern da, wo das meiste Geld zu holen sei.

Statistiken

Am 16. April 2015 startete um 6 Uhr der erste europaweite Blitzermarathon. Einige Verkehrsteilnehmer fielen beim europaweiten Blitzermarathon besonders negativ auf. In Berlin fuhr ein Autofahrer in einer 30er Zone ganze 55 km/h zu schnell und in Niedersachsen erwischte die Polizei auf einer Strecke mit erlaubten 70 km/h einen Verkehrsteilnehmer, der 159 km/h fuhr. Insgesamt wurden 3.254.819 Fahrzeuge kontrolliert davon waren 91.262 zu schnell unterwegs. 2016 soll der Marathon ausfallen um die Polizei in Zeiten der Flüchtlingskrise zu entlasten.

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