Autounfall Schaden: Was tun nach einem Verkehrsunfall?

Entsteht durch einen Autounfall Schaden, muss die entsprechende Schadensregulierung stattfinden. Denn jedenfalls dürften durch den Schadenfall Reparaturkosten anfallen, die der Geschädigte von der Versicherung des Schädigers ersetzt verlangen kann. Die einzelnen Schritte der Schadensregulierung sind davon abhängig, wie es zu dem Unfall kam.

Autounfall Schaden: Die Schadensregulierung bei Schuld des Unfallgegners

Wurde man schuldlos in den Verkehrsunfall verwickelt, muss der Unfallgegner bzw. seine Autoversicherung den Schaden ersetzen. Das heißt, der Geschädigte muss nicht fürchten, dass hinterher seine Versicherung teurer wird. Er muss nur fürchten, dass die gegnerische Versicherung versucht, auf seine Kosten Geld zu sparen. Grundsätzlich empfiehlt sich als Geschädigter folgendes Vorgehen:

  1. Den Unfallschaden durch ein Schadengutachten eines unabhängigen Gutachters feststellen lassen.
  2. Die Ansprüche aus dem Schadenfall durch einen Anwalt prüfen und diesen die Schadensregulierung mit der Versicherung vornehmen lassen.
  3. Das KFZ in einer selbst ausgewählten Werkstatt wieder reparieren lassen (wobei das nicht notwendig ist, der Schadenfall kann auch ohne Reparatur reguliert werden).

Alle dadurch entstehenden Kosten muss die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers bezahlen.

Niemals sollte man die Schadensregulierung der gegnerischen Haftpflichtversicherung überlassen. Diese muss nämlich den vollständigen Schaden bezahlen. Und wer zahlen muss, ist kein Freund.

Autounfall Schaden: Die Feststellung des Sachschadens durch Schadengutachten

Notwendig für die Schadensregulierung ist es logischerweise, dass ein Dokument vorliegt, aus dem sich die Schadenshöhe ergibt. Ein „mündlicher Kostenvoranschlag“ reicht dazu natürlich nicht. Auch reicht es natürlich nicht aus, den Haftpflichtschaden selbst zu schätzen. Grundsätzlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Ein Schadengutachten oder einen schriftlichen Kostenvoranschlag einer Werkstatt.

Das Schadengutachten ist dabei in aller Regel die bessere Wahl. Ein Kostenvoranschlag beziffert nämlich zum Beispiel keine Wertminderung, außerdem werden Wiederbeschaffungswert und Restwert des KFZ nicht angegeben, so dass sich ein Totalschaden mittels Kostenvoranschlag nicht regulieren lässt.

Wichtig ist, dass das Schadengutachten nicht ein Gutachter der Versicherung des Schädigers erstellt, sondern dass der Geschädigte oder ein unabhängiger Schadenabwickler das Gutachten selbst beauftragt.