Wildunfall – Was tun?

Wenn sich das Wild auf die Straße begibt, entstehen Gefahren für Autofahrer

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist ein Wildunfall die zweithäufigste KFZ-Schadenursache.

Dabei fallen unter Wild (oder auch Haarwild genannt) in diesem Sinne folgende Tierarten: Hirsch, Reh, Wildschwein, Fuchs, Hase und Dachs. Die meisten Wildunfälle passieren mit einem Rehwild.

Immer wieder stellen sich bei einem Wildunfall die Fragen:

Was muss man nach einem Wildunfall für Schritte beachten? Wann ist überhaupt Wildunfall entstanden? Wer zahlt bei einem Wildunfall, sowohl mit als auch ohne Ausweichmanöver? Gibt es eine Meldepflicht?

Dieses und mehr soll im Folgenden geklärt werden.Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigt die Gefahr der Wildunfälle, da die Tiere bei der Futtersuche aktiver werden und mehr die Straßen überqueren.

Kritisch sind vor allem der frühe Morgen und die Abendstunden ab 17 Uhr auf den Landstraßen. Besondere Vorsicht ist bei Wildwechsel Schildern geboten.

Diese kennzeichnen die Zonen, an denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Wildtiere die Straße überqueren, sprich Wildwechsel zu erwarten ist. An diesen Stellen, ist die Geschwindigkeit zu reduzieren und sehr aufmerksam zu sein.

Für den Autofahrer sind Wildtiere immer sehr überraschend und verursachen eine gewisse Stresssituation, die dazu führen kann, dass man erschrocken das Lenkrad ruckartig bewegt und so nicht nur die Gefahr für das Tier sondern auch für Leib und Seele des Menschen erhöht.

Deshalb sind folgende zwei Regeln zu beachten, wenn überraschend ein Wild vor dem Auto auftaucht:

• Fernlicht abblenden und Hupen, damit man so das Wild möglichst von der Straße vertreibt.
• Möglichst nicht dem Wild ausweichen, sondern fest bremsen und dabei den Bremsweg beachten, der sich bei nasser oder laubbedeckter Fahrbahn verlängert, da sich durch Ausweichmanöver die Unfallgefahr erhöht.