Wie Ariane E. zwei Unfälle in zwei Wochen hatte

Geschichten aus der Unfallabwicklung

Statistisch betrachtet erleidet etwa jedes 13. Kraftfahrzeug jährlich in Deutschland einen fremdverschuldeten Autounfall. Manchmal allerdings erleben wir in der Unfallabwicklung Fälle, in denen die Statistik nicht zu gelten scheint.

Eines Nachmittags kam Ariane E. nach einem Einkauf wieder zu ihrem Auto und stellte fest, dass in ihrer Abwesenheit jemand das Fahrzeug angefahren hatte.

Schlimmer noch: Es befand sich keine Nachricht an ihrem Auto, der Schädiger hatte Fahrerflucht begangen. Ariane E. tat also das einzig Richtige in dieser Situation, sie rief die Polizei. Nachdem die Polizei den Unfall aufgenommen hatte, fuhr Ariane E. wieder nach Hause und war sich einigermaßen sicher, dass sie den Schaden selbst würde tragen müssen.

Keine zwei Wochen später: Ariane E. befand sich in ihrem Fahrzeug und blieb vorschriftsmäßig als das dritte Auto an einer roten Ampel stehen.

Nachdem es Winter war, war die Straße teilweise gefroren und nachdem sich die Ampel am Kopf eines Hügels befand, gestaltete sich das Anfahren am Hang etwas schwierig.

Dies musste auch die Fahrerin des ersten Fahrzeuges an der Ampel erkennen, als sie beim Anfahren zunächst ins Schlingern geriet und dann auf der Gegenfahrbahn rückwärts den Hang hinunterrutschte.

Ungünstig war allerdings, dass die Fahrerin dabei – wie soll es anders sein – keinerlei Kontrolle über ihr Fahrzeug hatte und der Rutschweg an den hinter ihr stehenden Fahrzeugen entlang führte.
Ariane E. musste also tatenlos mitansehen, wie das unkontrolliert rutschende Fahrzeug die komplette linke Seite ihres Autos beschädigte, das Ergebnis waren mehr als 10.000 Euro Schaden.

„Na toll“, dachte sich Ariane E., aber wenigstens war bei diesem Unfall der Schädiger bekannt, so dass sie auf diesem Unfallschaden wenigstens nicht sitzenbleiben würde.

Allerdings war ihr eigenes Fahrzeug durch diesen Autounfall nurmehr bedingt verkehrssicher, der Winterurlaub stand aber unmittelbar bevor.