Unfall in der Waschanlage – Was tun?

Wenn das geführte Fahren in der Waschstraße zur Unfallursache wird

Normalerweise läuft eine Fahrt durch eine Autowaschanlage schnell und ohne Komplikationen ab, doch was tun, wenn es mal kracht?! Folgende Fragen können aufkommen:

  • Besteht ein Schadensersatzanspruch (Schadensersatzrecht ist im BGB geregelt)?
  • Wer kann Schadenersatz von wem beanspruchen?
  • Ist ein Rechtsanwalt vonnöten?
  • Wer haftet für Fahrzeugschäden?
  • Wie hat man sich bei einem Auffahrunfall in der Waschanlage zu verhalten?
  • Wie ist es mit der Kfz Unfallmeldung bestellt?
  • Findet das Verkehrsrecht Anwendung?
  • Kann der Waschvorgang fortgesetzt werden? – usw.

All diese Punkte werden im Anschluss behandelt, doch eines vorweg, bei einer Kollision in einer Waschanlage, in der Fahrzeuge durch ein Förderband gezogen werden, gelten die Schadensersatzansprüche des Straßenverkehrsgesetzes nicht in vollem Umfang, da die Fahrzeuge in der Waschanlage de facto nicht in Betrieb sind.

Normalerweise haften Autofahrer nach dem Verkehrsrecht, wenn aufgrund des Betriebs ihres Fahrzeugs ein Schaden entsteht.

Ein Fahrzeug in einer Waschstraße befindet sich jedoch nicht im Betrieb im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes. Das Verkehrsrecht ist dem Zivilrecht zu zuordnen.

Das Fahrzeug wird durch das Förderband durch die Waschstraße gezogen und bewegt sich nicht fort aufgrund des eigenen Motors oder des eigenen Gewichts, somit könnte das Fahrzeug auch ohne Motor durch die Waschstraße gezogen werden.

Jedoch können Autofahrer für Schadensersatz nach den Vorschriften des BGB haften.

Ein solcher Anspruch setzt voraus, dass der Schädiger den Schaden vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführt hat, was dies letzten Endes bedeutet sehen wir gleich.

Stellen wir uns ein Unfall-Szenario vor indem man, als Autofahrer, zur Waschstraße fährt ein Waschprogramm bestellt und nach bezahlen des Kaufpreises in die Waschhalle hineingeführt wird.

Nach dem Kaufrecht, als auch dem Vertragsrecht bestehen keinerlei Mängel, nebenbei erwähnt handelt es sich im juristischen Sinne um einen Werkvertrag.