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Erste Hilfe nach einem Verkehrsunfall


30.09.2015

Die ersten Minuten sind entscheidend, um Leben zu retten

Nach einem Autounfall entscheiden oft wenige Minuten über Leben oder Tod.

Die Ersthelfer am Unfallort können für das Unfallopfer Lebensretter sein.

Erschreckenderweise zeigte eine Studie des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) in Kooperation mit dem ADAC , dass nur ungefähr jeder Dritte die Sofortmaßnahmen an der Unfallstelle beherrscht oder wenigstens kennt.

Als Unfallhelden sehen wir es als unsere Aufgabe, möglichst vielen Autofahrern diese Vorschläge wieder in den Kopf zu rufen und so womöglich Leben zu retten.

Nach dem deutschen Recht ist das Unterlassen von Hilfeleistung eine Straftat, nicht nur am Unfallort.
Trotzdem müssen Ersthelfer immer auf ihre eigene Sicherheit bei der Soforthilfe achten.

Deshalb ist der erste Schritt nach einem Verkehrsunfall, dass die Unfallstelle gesichert wird.

Als Ersthelfer, der nicht selbst am Autounfall beteiligt war, sollte wie folgt vorgegangen werden:

- Auto am Fahrbahnrand abstellen mit eingeschaltetem Warnblinker
- Das eigene Auto nicht mit Warnweste verlassen
- Warndreieck in einer Distanz von 100m(Landstraße)/ 200m(Autobahn) vor dem Unfallort aufstellen
Sollte aufgrund der Verletzungen der beteiligten Autofahrer ein Notarzt notwendig sein, ist nach der Sicherung der Unfallstelle unbedingt ein Notruf abzusetzen.

Die Notruf-Nummer ist 112.

Notruf alarmieren

Es empfiehlt sich, sobald das Warndreieck augestellt und das Absichern der Unfallstelle erledigt ist, auf dem Rückweg zum Unfallort den Arzt zu rufen.

Sind mehrere Ersthelfer anwesend, kann die Abgabe des Notrufs auch einem anderen anderen übertragen werden.

Dies reduziert die Dauer, bis der Notarzt eintrifft, und spart dem Unfallopfer wichtige Minuten.
Grundsätzlich muss bei der Unfallmeldung keine genaue Diagnose der Verletzungen gestellt werden, sondern nur die folgenden Fragen beantwortet werden:

- Wo ist der Unfall passiert?
- Was ist bei dem Unfall passiert?
- Wie viele sind bei dem Unfall verletzt?
- Ist einer der Verletzten bewusstlos?
Oft steht man nach Verkehrsunfällen unter Schock und lässt wichtige Informationen aus, es ist also sinnvoll, so lange am Telefon zu bleiben, bis etwaige Rückfragen geklärt sind.

Als nächstes ist der Betroffene mit einem Rettungsgriff aus dem vom Verkehrsunfall betroffenen Auto zu holen.

Der Helfer muss unbedingt überprüfen, ob der Betroffene noch atmet oder bewusstlos ist.

Atmet der Verletzte, so ist er zunächst in eine stabile Seitenlage zu bringen. Setzt seine Atmung aus, so ist sofort mit einer Herz-Druck-Massage zu beginnen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) empfiehlt einen Rhythmus von 30 mal Druck auf die Brust und 2 mal Beatmen über Mund und Nase.

Diese Wiederbelebung ist für die volle Dauer auszuführen, bis der Notarzt eintrifft.

Nachdem entweder der Verletzte in die stabile Seitenlage gebracht ist oder während der Maßnahmen zur Wiederbelebung sollte der Körper auf jegliche Verletzungen untersucht werden.

Zeigt sich dabei eine starke Blutung, so ist diese mit einem Druckverband zu verbinden.

Die Verletzungen sollten möglichst hoch gelagert werden. Eine leichte Blutung kann dagegen getrost ignoriert werden.

Ist bei dem Unfall ein Motorradfahrer betroffen, muss der Ersthelfer unbedingt den Helm vorsichtig und langsam abnehmen.

Mit diesem herrscht hohe Erstickungsgefahr und es ist keine Beatmung möglich.

Der Helm muss möglichst vorsichtig und ohne Druck auf die Halswirbelsäule abgenommen werden.

Oft stehen Autounfall-Betroffene unter großem Schock. Anzeichen, die diesbezüglich alarmieren, sind blasse Haut, starkes Zittern und starkes Schwitzen.

Der ADAC schlägt vor: Beine hochzulegen um lebenswichtige Organe mit Blut zu versorgen und den Betroffenen mit einer Wärmedecke zudecken bis der Rettungsdienst eintrifft.

Ach übrigens: Die silberne Seite der Wärmedecke gehört nach außen.

Außerdem hilft es, alle Beteiligten immer zu trösten und ihnen beizustehen. Es reicht oft schon der Satz "Ich bin da, Hilfe kommt gleich."



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