Versicherungsabwicklung nach einem Unfall

Was es bei der Schadensregulierung für den Geschädigten zu beachten gibt

Der Geschädigte wurde in einen Autounfall verwickelt, der Schadenumfang ist erheblich.
Nun fragt sich der Geschädigte, wie er seinen Schaden vom Unfallgegner bzw. dessen Versicherer ersetzt bekommt und was es bei der Unfallabwicklung zu beachten gilt.

Die Schadensregulierung nach einem Autounfall sollte der Geschädigte ohne professionelle Unfallhilfe niemals selbst vornehmen.

Der gegnerische Versicherer hat bei der Schadensregulierung kein Geld zu verschenken und wird deshalb versuchen, die Unfallabwicklung möglichst kostengünstig und damit zum Nachteil des Geschädigten zu gestalten.

Man muss sich dabei vorstellen, dass ein Versicherer jedes Jahr viele tausend Verkehrsunfälle bzw. Unfallschäden abwickelt und wenn er bei jedem einzelnen Schadenfall nur etwa 100 Euro einspart, kommt dadurch eine ganz erhebliche Summe zusammen.

Wichtig ist es für den Verunfallten, sich zunächst ein unabhängiges Bild von Schadenumfang und Schadenshöhe zu verschaffen.

Dazu ist es erforderlich, einen unabhängigen Gutachter mit der Bewertung der Unfallschäden zu beauftragen.

Sinnvolle Unfallhilfe kann im Übrigen nur dadurch gewährleistet werden, dass der Verunfallte einen eigenen unabhängigen Gutachter beauftragt.

Überlässt er dagegen der Versicherung die Auswahl, so ist dies die erste Stelle, wo die Versicherung bei der Schadensregulierung Geld sparen wird:

Der Gutachter der Versicherung handelt logischerweise im Interesse seines Auftraggebers.

Und deshalb wird er versuchen, Schadenumfang und Schadenshöhe, die durch den Verkehrsunfall entstanden sind, möglichst niedrig zu bewerten.

Daran ändert es auch nichts, wenn dieser Sachverständige von einer großen Organisation (z.B. Dekra stammt). Professionelle Unfallhilfe kann der Geschädigte dadurch nicht erwarten.

Der unabhängige Sachverständige dagegen stellt in seinem Schadengutachten im Sinne des Geschädigten fest, wie hoch die durch den Autounfall verursachten Reparaturkosten sein werden.

Außerdem stellt er die Wertminderung und die voraussichtliche Reparaturdauer und damit den Nutzungsausfall und auch die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung fest.