Unfallschaden abwickeln — Schadensregulierung leicht gemacht

Unfallschaden abwickeln – Schadensregulierung leicht gemacht!

Nach einem Verkehrsunfall muss sich der Unfallgeschädigte mit der Unfallabwicklung befassen. Und meist ist es sinnvoll, nicht den Unfallgegner auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen, sondern direkt dessen KFZ-Haftpflichtversicherung. Das geht deshalb, weil das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) für Schäden, die mit einem Kraftfahrzeug verursacht werden, einen Direktanspruch gegen den einstandspflichtigen Haftpflichtversicherer vorsieht. Aber das macht es auch nicht einfacher, die Schadensregulierung nach einem Autounfall durchzuführen.

Unfallschaden abwickeln – Was sind die einzelnen Schadenspositionen bei der Schadensregulierung?

Ein Autounfall ist deutlich komplexer, als er auf den ersten Blick aussieht. Der Geschädigte hat nämlich nicht nur Anspruch darauf, dass sein Auto wieder repariert wird. Es gibt daneben noch zahlreiche weitere Schadenspositionen, die zum Unfallschaden gehören oder gehören können. Die folgende Liste enthält dazu einige Beispiele:

  • Reparaturkosten
  • Abschleppkosten
  • Sachverständigenkosten
  • Wertminderung
  • Ersatz für den Nutzungsausfall
  • Kosten für einen Rechtsanwalt
  • Schmerzensgeld
  • Haushaltsführungsschaden
  • Heilbehandlungskosten
  • Unkostenpauschale
  • und je nach Einzelfall weitere mehr.

Abhängig vom Einzelfall muss die gegnerische Versicherung bei der Schadensregulierung also mehr Positionen ersetzen, als nur die reinen Reparaturkosten.

Unfallschaden abwickeln in drei einfachen Schritten

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Alles, was nötig ist, um rechtssicher den Unfallschaden abwickeln zu können, wird zentral aus einer Hand organisiert.

Unfallschaden abwickeln – Wie wird die Schadensregulierung eingeleitet?

Die Schadensregulierung mit Unfallgegner bzw. dessen Versicherung setzt voraus, dass zunächst einmal der Schaden festgestellt wird. Das ist bezüglich des Sachschadens in der Regel mittels Sachverständigengutachten zu erledigen.

Die Sachverständigenkosten müssen übrigens ebenso von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners bezahlt werden. Man sollte sich also nicht scheuen, einen Gutachter mit der Festellung des Schadens nach einem Unfall zu betrauen. Ebenso muss man sich nicht auf einen Gutachter einlassen, den die gegnerische Haftpflichtversicherung ausgesucht hat (und sollte man auch nicht). Das hat erst unlängst das Amtsgericht München (Az. 322 C 12124/17 erneut bestätigt).

Es ist unter allen Umständen sinnvoll, wenn der Gutachter im Interesse des Geschädigten tätig wird und eben nicht sein Gutachten im Interesse der Versicherung erstellt.

Der Sachverständige ermittelt, wie hoch der Haftpflichtschaden am KFZ ist. Und dazu gehören vor allem die Reparaturkosten, aber auch die Wertminderung und die Grundlagen bezüglich Nutzungsausfall.

Zusätzlich bestimmt der Gutachter bei einem Totalschaden Wiederbeschaffungswert und Restwert des KFZ. Denn liegen die Reparaturkosten höher, als der Wiederbeschaffungswert des Autos, liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor. Hat also der Verkehrsunfall zu einem Totalschaden geführt, so kann der Unfallgeschädigte bei der Schadensregulierung als Schadensersatz die Differenz von Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert verlangen.

Daran sieht man auch, weshalb ein Gutachten für die Unfallabwicklung immer besser ist, als ein Kostenvoranschlag. Der Kostenvoranschlag beziffert zum Beispiel schon keine Wertminderung. Damit entgeht dem Geschädigten aber bereits eine wertvolle Schadensposition. Außerdem ermittelt der Kostenvoranschlag nur die reinen Reparaturkosten und eben nicht Wiederbeschaffungswert und Restwert. Deshalb lässt sich ein Totalschaden nicht mit einem Kostenvoranschlag abwickeln.

Schadensregulierung bei Kaskoschaden und Teilschuld

Der einzige wichtige Ausnahmefall ist derjenige, in der man den Autounfall selbst verschuldet hat. Denn dann ist die eigene Kaskoversicherung für den Schaden einstandspflichtig. Und ob diese die Sachverständigenkosten tragen muss, kann stark vom Inhalt des Versicherungsvertrages abhängen. Deshalb sollte man in einem solchen Fall immer zuerst mit der Kaskoversicherung Rücksprache halten.

Ein Kostenvoranschlag kann sich aber anbieten, sollte die Schuldfrage offensichtlich auf Teilschuld hinauslaufen. Bei Teilschuld werden die Kosten für den Gutachter nur in der Höhe durch die gegnerische Haftpflichtversicherung gezahlt, wie sie sich nach Abzug des Mitverschuldensanteils ergeben.