Schmerzensgeld nach Autounfall

Wenn der Autounfall über Blechschäden hinausgeht

Im „besten“ Fall hat das Unfallopfer nach einem Autounfall „nur“ einen Blechschaden am Auto.

Der Geschädigte hat in diesem Fall gegen den Schädiger bzw. dessen KFZ-Haftpflichtversicherer einen Schadensersatzanspruch.

Schmerzensgeldansprüche bei Personenschaden

Ein Verkehrsunfall kann aber auch Personenschäden, also körperliche Schäden bei den Unfallopfern, zur Folge haben.

Der Schweregrad reicht hier von leichten Beeinträchtigungen bis hin zu Dauerschäden.

Der Schmerzensgeldanspruch hat hier sowohl eine Ausgleichs- als auch eine Genugtuungsfunktion.

Klagt der Geschädigte über Verletzungen, Schmerzen, eine Fraktur, einen Schockschaden oder ein Schleudertrauma oder entstehen Beeinträchtigungen im Alltag durch eine Verletzung (z.B. Prellung, Beschädigung der HWS oder ein Schleudertrauma), die der Geschädigte bei dem Autounfall erlitten hat, so hat der Geschädigte einen Anspruch auf Schmerzensgeld.

Darüber hinaus ist es möglich, dass weitere Kosten entstehen, wie etwa für eine Heilbehandlung, Verdienstausfall oder Erwerbsminderung.

Wie bemisst sich die Höhe des Schmerzensgeldes?

Was eine angemessene Entschädigung ist, entscheidet sich bemessen am Einzelfall.

Einen Maßstab hierzu bildet die Rechtsprechung. Das wird zusammengefasst in Schmerzensgeldtabellen und Urteilssammlungen, die aufzeigen, für welche Körperschäden welche Schadensbeträge zugesprochen werden.

Diese Schmerzensgeldtabelle gibt aber nur Anhaltspunkte, denn jeder Fall wird nach verschiedenen Kriterien beurteilt.
Ein paar Kriterien zur Berechnung der Schmerzensgeldhöhe sind beispielsweise:

  • Umfang der unmittelbaren Verletzungen, wie Knochenbrüche, Fleischwunden, Prellungen oder Beschädigung der HWS (Halswirbelsäule)
  • Dauer einer Erkrankung bzw. Arbeitsunfähigkeit (der Geschädigte ist hier nachweispflichtig)
  • Psychische oder soziale Folgen
  • Folgeschäden und bleibende körperliche Beeinträchtigungen, Grad der Beeinträchtigung, Distorsion
  • Eventuelles Mitverschulden, das den Schmerzensgeldanspruch bei Verkehrsunfällen tangiert