Kfz-Tuning – worauf man achten muss

Tuning ist besonders im Motorsport von Bedeutung. Tunen lässt sich so ziemlich alles – vom Kfz über Motorräder bis zu Lkw’s. Grundsätzlich gibt es die optischen und die technischen Veränderungen am Auto.

Das Wort „Tuning“ lässt sich mit „abstimmen, in Einklang bringen“ übersetzen. Fast jedes Teil am Auto lässt sich verändern. Von der Verbesserung der Motorleistung über Autoaufkleber bis zur Optimierung der Akustik von Motoren und Auspuffanlagen lässt sich das Auto tunen.

Am Anfang der Tuning-Geschichte stand der VW Käfer. Auch heute noch sind die Dieselfahrzeuge von VW – insbesondere der VW Golf – in der Tuning-Szene besonders beliebt. Heutzutage werden aber auch Supersportwagen und teure Autos wie Porsche (besonders 911), Mercedes, BMW, Lexus, Jaguar und Audi getunt. Zu Beginn der Geschichte des Tunings war das einzige Ziel die Leistungssteigerung. Seit den 1990er Jahren bewegt sich das Tuning wieder weg von extremen Fahrzeugumbauten und zu auf dezentere Tunings.

Tuning und Gesetz – worauf ist zu achten?

Dem Tuner sind fast keine Grenzen gesetzt. Was gefällt, wird gemacht. Problematisch wird es manchmal dann, wenn man das getunte Auto auch auf öffentlichen Straßen fahren möchte. Dann gelten die Vorschriften und Richtlinien, die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) und Fahrzeugzulassungs-Verordnung (FZV) für Kfz in Deutschland. Gefährdet das Fahrzeug die allgemeine Verkehrssicherheit, kann man die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug verlieren.

Manchmal genügen ein sogenanntes Teilegutachten, EG-Typgenehmigung und Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE). Meistens müssen Sie aber leistungssteigernde und größere (Karosserie-)Veränderungen an Ihrem Fahrzeug durch eine Prüforganisation abnehmen lassen. Sie erhalten daraufhin einen Prüfziffervermerk in der Zulassungsbescheinigung. Tun Sie das nicht, kann die Haftpflichtversicherung bei einem Unfall Regress vom Versicherten fordern. Der Versicherer ist in so einem Fall im Recht, da hilft meistens auch kein Rechtsanwalt.

Unzulässige Änderungen

Die StVZO bestimmt, dass die Betriebserlaubnis für Fahrzeuge dann entzogen werden kann wenn
– sich die in der Zulassung festgelegte Fahrzeugklasse ändert
– eine Gefährdung des Straßenverkehrs zu erwarten ist
– sich das Abgasverhalten und der Geräuschpegel dadurch verschlechtern
– ein abnahmepflichtiges Bauteil nicht der Prüfung unterzogen und in den Fahrzeugschein eingetragen wurde.

Der letzte Punkt gilt besonders für das Auspufftuning. Ist die Lärmemission zu hoch, dürfen die Behörden die Zulassung für das Fahrzeug entziehen. Das Gleiche gilt für zu hohen Schadstoffausstoß (daher Vorsicht bei einem Sportauspuff). Bleibt die Prüfung durch TÜV, DEKRA oder andere Prüfer aus, kann auch bei eigentlich erlaubten Modifikationen der Entzug der Betriebszulassung für das Kfz drohen.

Welche Tuning-Maßnahmen sind in der Regel abnahmepflichtig?

1. Felgen
2. Änderungen am Fahrwerk
3. Spoiler

In Deutschland dürfen Autoteile oder Autozubehör nur verkauft, gekauft oder erworben werden wenn sie den Zulassungsvoraussetzungen entsprechen. Bestellen Sie Autoteile per Versand bei Online-Unternehmen z. B. eBay, dann achten Sie darauf, dass die Teile den Voraussetzungen entsprechen. Am Sichersten ist es, Tuning-Zubehör auf dem deutschen Markt zu kaufen, dort ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie gegen rechtliche Vorschriften verstoßen, gering. Entsprechen die angebauten Autoteile zudem noch den Angaben im Fahrzeugschein, sind Sie stets auf der sicheren Seite.

Motor-Tuning

Beim Motor-Tuning eines Neuwagens ist zu beachten, dass die Garantie von 2 Jahren verfällt. Die Leistungsoptimierung steht hier im Vordergrund. Es gibt verschiedene Wege, die Motorleistung zu erhöhen:

1. Lachgaseinspritzung

Die Motorleistung von Verbrennungsmotoren soll gesteigert werden. Bekannt ist diese Methode aus der Filmreihe „The Fast and The Furious“. Durch Druck wird verflüssigtes Distickstoffmonoxid zusammen mit dem Treibstoff in die Verbrennungsmotoren eingeleitet. Das Gas zerfällt in Stickstoff und Sauerstoff und durch die erhöhte Sauerstoffkonzentration wird mehr Kraftstoff verbrannt. Lachgaseinspritzung ist in Deutschland illegal und nicht zulassungsfähig.

2.Chiptuning

Für das Chiptuning eignen sich insbesondere Dieselmotoren mit Turboaufladung. Bei dieser Art von Tuning werden die elektronischen Parameter der Motorsteuerung geändert. Über den Anschluss eines Computers an die Softwareverbindungen des Fahrzeuges können Fachleute die Einspritzung und den Ladedruck des Motors verändern, wodurch die Motorleistung und das Drehmoment erhöht werden. Durch Softwaremanipulation lässt sich die volle Leistungsfähigkeit aus dem Auto rausholen. Man muss allerdings darauf achten, dass die Autoteile der höheren Belastung standhalten können. Sonst drohen Motorschäden. Das Chip-Tuning sollte man nur in einer Tuning-Werkstatt, z. B. mkb durchführen lassen. Eine ähnliche Möglichkeit bietet die Tuningbox.

3. Ladeluftkühlung

Um die Temperatur in den Verbrennungszellen herunterzuregeln, werden sog. Ladeluftkühler verwendet. Tuner verbauen den Ladeluftkühler zwischen dem Verdichter und dem Einlassventil. Die eingeleitete Luft ist kühler und ermöglicht die Verbrennung von mehr Kraftstoff. Dadurch erhöhen sich Leistung und Drehzahl des Verbrennungsmotors. Die Ladeluftkühler verhelfen besonders bei Dieselfahrzeugen zusätzlich zu effizienterem Kraftstoffverbrauch.

4. Wassereinspritzung

In die Verbrennungsluft eingespeistes destilliertes Wasser – oder Wasser-Alkohol-Gemisch – verdampft. Durch die aufgenommene und abgeleitete Energie wird der Schadstoffausstoß gesenkt und die Leistungsfähigkeit des Verbrennungsmotors erhöht. Diese Methode wird häufig im Motorsportbereich genutzt.

5. Motoraufladung

Bei der Motoraufladung wird Luft unter erhöhtem Einsatz von Druck in den Verbrennungsmotor eingeleitet. Der erhöhte Druck in der Brennkammer verringert die nötige Ansaugkraft des Motors, da die Luft von außen – mit dem geringeren Druck – leichter in die Verbrennungskammer strömt. Ein wesentlicher Nachteil der Motoraufladung ist jedoch die Entwicklung höherer thermischer Energie. Nicht alle Motoren und Motorenteile sind ausreichend auf diese zusätzliche Hitzeentwicklung ausgelegt.

Wird beim Motortuning die Leistung des Motors um mehr als 5% gesteigert, muss diese Änderung beim TÜV begutachtet und genehmigt werden. Bei Genehmigung wird die Veränderung in den Fahrzeugschein eingetragen.

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Fahrwerk-Tuning

In den Bereich des Fahrwerk-Tunings gehören vor allem Änderungen an den Federn und Stoßdämpfern eines Fahrzeugs.
Folgende Maßnahmen dienen der Tieferlegung von Fahrzeugen:

1. Einbau von Tieferlegungsfedern

Durch diese Federn kann das Fahrzeug abgesenkt werden. Hierbei werden die serienmäßigen Federn durch kürzere und härtere Federn ausgetauscht. Da das Fahrzeug aber darauf nicht ausgelegt ist, müssen Sie mit Einbußen bei der Fahreigenschaft und der Lebensdauer der Dämpfer rechnen.

2. Umwandlung zu einem Sportfahrwerk oder Gewindefahrwerk

Die Federn und die Stoßdämpfer werden gewechselt. Bei der genauen Abstimmung dieser beiden Teile verändern sich die Fahreigenschaften positiv. Über ein Gewinde an den Federn ist die Höhe des Fahrwerks individuell einstellbar. Diese Technik stammt aus dem Rennsportbereich.

3. Lowrider: Hydraulik-Fahrwerke oder Luftfederung

Über Hydraulikpumpen ist der Wechsel der Fahrzeughöhe zum Teil auch schon auf Knopfdruck über eine Fernbedienung regelbar. Federung und Stoßdämpfer werden durch hydraulische Pumpensysteme ersetzt. Alle vier Reifen sind unabhängig voneinander steuerbar. Derart tiefergelegte Fahrzeuge werden meist zu Showzwecken genutzt.

4. Felgen und Reifen

Der Umstieg auf Leichtmetallfelgen ist bei tiefergelegten Autos sehr beliebt. Diese verringern die Belastung für das Auto. Zum besonderen Styling bei Shows werden oft verzierte, leuchtende oder verchromte Felgen benutzt. Auch Reifen mit breiterer Lauffläche sind beliebt. Kurvenlaufeigenschaft und Bremsverhalten werden verbessert.

Karosserie-Tuning

Hiermit sind Veränderungen am Fahrzeugaufbau gemeint. Dazu zählen u.a.:

1. Channeling

Auch hierbei geht es um die Tieferlegung des Fahrzeuges. Allerdings erfolgt die Tieferlegung bei dieser Methode über Änderungen an der Karosserie. An der unteren Seite der Karosserie schweißen Tuningspezialisten hierzu Kanäle um den Aufbau am Rahmen neu zu befestigen.

2. Cleaning

Beim Cleaning werden Elemente, die den Autofahrer an seinem Fahrzeug stören, entfernt und die offenen Stellen mit Blech geschlossen. Entfernt werden z. B. Zierleisten, Türgriffe, Schriftzüge und Abdeckungen.

3. Türwechsel

Oft werden die normalen Türen durch Flügel- und Scherentüren ersetzt. Scherentüren öffnen sich schräg nach oben. Flügeltüren öffnen sich nach oben in Richtung Dach. Diese Art von Umbauten sind allerdings mit einem großen Arbeitsaufwand und mit hohen finanziellen Ausgaben verbunden.

Innenraum-Tuning

Bei dieser Art von Tuning gibt es unzählige Möglichkeiten und auch das Gesetz hat hier wenig Grenzen vorgegeben. Neue Sitze werden eingebaut, ein anderes Lenkrad wird montiert und Teile des Innenraums werden mit Autofolie verschönert. Dem Autofahrer sind fast keine Grenzen gesetzt. Auch das Audio-Tuning ist sehr beliebt. Einige Fahrzeughalter verbauen kräftige Bassboxen und Surround-Sound-Systeme. Durch die zunehmende technologische Entwicklung finden sich mitunter sogar ganze Heimkinosysteme, z. B. integriert in den Kopfstützen der Frontsitze. Hierbei müssen Sie aber darauf achten, dass die Musik nicht so laut ist, dass Sie Warnsignale wie z. B. Sirenen nicht mehr hören können.

Beleuchtungs-Tuning

Tagfahrlicht ist für jeden Neuwagen Pflicht. Der Einbau zusätzlicher Scheinwerfer wie Nebelscheinwerfer, Tagfahrleuchten, Heckleuchten, Positionsleuchten und Unterbodenbeleuchtung wird immer beliebter.

Besonders beliebt sind mittlerweile auch Klarglas-Scheinwerfer. Die gesetzlichen Regeln zu Glühlampen müssen beachtet werden. Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung bietet bei diesen umfangreichen Regelungen jedoch auch einen größeren Spielraum. Auffällige Lackierungen, wie ein gesamtes Auto in Neon-Orange (Tageslichtleuchtfarben) zählen als Beleuchtung. Diese sind allerdings nur selten erlaubt.

Tuning von LKW und Motorrad

Lkw-Tuning ist besonders in den USA weit verbreitet. Obwohl es kein Urteil gibt, das das Tuning von Lkw’s in Deutschland grundsätzlich untersagt, sieht man selten einen getunten Lkw.

Die Vorschriften für Tuning sind in den USA weniger streng, als in der EU oder in Deutschland. Ein Tuning lohnt sich für Lastkraftwagenfahrer meist nur im Innenraum oder aber unter rein ästhetischen Gesichtspunkten. Tunt man das Motorrad, tut man das meistens für mehr Leistung. Die Gefährdung aller Teilnehmer des Straßenverkehrs ist dabei allerdings hoch. Denn eine öffentliche Straße ist keine Rennstrecke und man sollte die eigene Geschwindigkeit nicht unterschätzen.

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Excellenter Service, sehr empfehlenswert. Das beste was mir passieren konnte nach einem Autounfall…

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Karolin S.UNFALLHELDEN-Kundin

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Soheyl K.UNFALLHELDEN-Kunde

Sehr guter Service bin voll zufrieden

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Greta G.UNFALLHELDEN-Kundin

… alleine hätte ich das wohl nie geschafft.

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Nine M.UNFALLHELDEN-Kundin

Sehr guter Service, ich war rundum zufrieden. Die Unfallhelden nehmen einem lästige Arbeit ab.

Christoph D.
Christoph D.UNFALLHELDEN-Kunde