Nach einem Verkehrsunfall muss die Schadenhöhe am KFZ festgestellt werden. Es empfiehlt sich grundsätzlich, dies mittels Unfallgutachten eines unabhängigen Sachverständigen zu tun. Zwar kann der Schadenfall gegenüber der Versicherung durch Einreichen eines Kostenvoranschlags oder eines Gutachtens erfolgen. Aus einer Mehrzahl an Gründen ist als Geschädigter allerdings das Schadengutachten bzw. Unfallgutachten vorzuziehen.

KFZ-Gutachten Kosten: Ist ein Gutachten denn nicht viel teurer?

Ein Gutachten über einen Unfallschaden verursacht in der Tat höhere Kosten, als ein Kostenvoranschlag. Dafür aber ist es auch viel besser. Ein Kostenvoranschlag tut nichts weiter, als die Reparaturkosten abzubilden, die eine Werkstatt für die Reparatur des Unfallfahrzeugs gerne haben möchte.

Im Endeffekt ist das also nichts anderes, als ein Angebot für die Reparatur.

Ein Schadensgutachten wiederum geht darüber deutlich hinaus: Es erfasst nicht nur die Schadenhöhe anhand er Reparaturkosten. Sondern es beziffert die Wertminderung und die Grundlagen für den Nutzungsausfall, gibt Wiederbeschaffungswert und Restwert des KFZ an (das ist bei einem wirtschaftlichen Totalschaden besonders wichtig) und dient auch der Beweissicherung.

Denn durch die enthaltenen Bilder ist klar dokumentiert, welche Schäden durch den Verkehrsunfall entstanden sind. Außerdem auch, welche Vorschäden bestanden haben. Und dies lässt sich wiederum für die Schadensregulierung hervorragend verwenden.

Die Gutachterkosten muss die gegnerische Versicherung ebenso tragen, wie die Kosten eines Kostenvoranschlages. Davon gibt es nur eine Ausnahme: Der sog. Bagatellschaden. Liegt ein Bagatellschaden am KFZ vor, wären die Kosten für ein Sachverständigengutachten unverhältnismäßig, weil sie ungefähr so hoch wären, wie der gesamte Schadenfall an sich. Bei einem Bagatellschaden trägt daher die gegnerische Versicherung die Kosten für ein vollwertiges Schadensgutachten nicht.

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KFZ-Gutachten Kosten

  1. KFZ-Gutachten nach einem Haftpflichtschaden

    Wurde das eigene Auto von einem anderen Auto beschädigt, muss ein sog. Haftpflichtgutachten gefertigt werden. Das verursacht für den Geschädigten keine Kosten. Diese müssen vom gegnerischen Versicherer bezahlt werden.

  2. KFZ-Gutachten nach einem Kaskoschaden

    Hat man sein eigenes Auto beschädigt, spricht man von einem Kaskoschaden. Ein Gutachten hierüber muss man selbst bezahlen, es sei denn, die eigene Vollkaskoversicherung übernimmt die Kosten für das Gutachten.

  3. Wertgutachten für ein KFZ

    Wenn man ein KFZ-Gutachten bezüglich des Fahrzeugwertes beauftragen, muss man die Kosten dafür selbst tragen. Wie hoch die Kosten dafür sind, richtet sich danach, was man mit dem Gutachter vereinbart.

  4. Teilegutachten für KFZ-Teile

    Oft ist für Fahrzeugzubehör ein sog. Teilegutachten erforderlich. Meistens liegt ein solches bereits dem jeweiligen Fahrzeugteil bei, so dass dafür keine Kosten entstehen.