Der Auffahrunfall

Schnell passiert und unerfreulich

Ein Auffahrunfall ist schnell geschehen. Der Hinterherfahrende ist einen Augenblick abgelenkt und schon ist der Unfall passiert.

Als der Vorausfahrende ist man in einer solchen Situation froh, wenn durch den Auffahrunfall nur ein Blechschaden entstanden ist und weiter keine Schäden oder ein Schleudertrauma eingetreten sind.

Doch was nun?

1. Ruhe bewahren

Ein klarer Kopf ist für alle weiteren Schritte nach einem Auffahrunfall eine wichtige Grundvoraussetzung. Eine hitzige Diskussion mit dem Schädiger hilft nach einem Autounfall nicht weiter.

2. Absichern der Unfallstelle

Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen, vorsichtig aussteigen und den Unfallort mit einem Warndreieck absichern.
Dabei sollte für das Warndreieck auf den nötigen Sicherheitsabstand (100m-400m) sowie auf die Übersichtlichkeit des Geländes geachtet werden. Bei Hügeln, Kurven o.ä. muss die Reichweite eventuell angepasst, das heißt verlängert werden.

3. Wurde bei dem Auffahrunfall jemand verletzt?

Ist jemand bei dem Unfall offensichtlich verletzt worden, so muss einer der Unfallbeteiligten zwingend die Polizei und den Notruf alarmieren. Neben dem Alarmieren der Hilfskräfte ist es außerdem notwendig, Erste Hilfe zu leisten.

Auch wenn keine offensichtlichen Verletzungen vorliegen, sollte der Geschädigte prüfen, ob zB. sein Kopf und Genick noch vollständig beweglich sind. Oftmals zeigt sich zum Beispiel ein Schleudertrauma schon in dieser Phase.
Ein Schleudertrauma ist die Verletzung, die bei einem Auffahrunfall am häufigsten auftritt.

Warum das so ist, liegt auf der Hand:
Bei einem Schleudertrauma werden durch die plötzliche Krafteinwirkung die Halsmuskeln überdehnt oder in schlimmeren Fällen auch die Wirbel beschädigt.
Daraus resultieren starke Verspannungen und damit verbundene Bewegungseinschränkungen bzw. Kopf- und Nackenschmerzen. Vereinzelt treten diese Symptome auch erst etwas später im Tagesverlauf auf.

Generell ist mit einem Schleudertrauma nicht zu spaßen, es kann unbehandelt zu nachhaltigen Beeiträchtigungen führen.

Der Geschädigte sollte also auch dann, wenn er an der Unfallstelle nicht sofort Schmerzens verspürt, dennoch einen Arzt aufsuchen. Wie ein Schleudertrauma zu behandeln ist, weiß der behandelnde Arzt.

Die Behandlung kann umso effizienter erfolgen, je mehr Informationen über den Unfall und zum Beispiel die Krafteinwirkung geschildert werden können.
Behandlung und Attest durch einen Arzt schließen außerdem Ärger mit der Versicherung weitgehend aus und sorgen für eine rechtliche Grundlage, falls eine Forderung nach Schmerzensgeld im Raum stehen sollte.